Menü schließen

Wir sind Steuerberater

Derzeit befindet sich die gesamte Welt in einer Krise. Das Virus SARS Covid-19 hat weltweit eine Pandemie ausgelöst, zu deren Eindämmung ein weltweiter Shutdown im Frühjahr 2020 herbeigeführt wurde, unter anderen mit Einschränkungen der persönlichen Kontakte, Schließung von Handel, Produktion und nicht lebensnotwendigen Dienstleistungen. Das hat zu schweren wirtschaftlichen Einschnitten geführt, deren finanzielle Abfederung in Österreich mit den Covid-19-Gesetzen in wöchentlich ergänzten Fassungen begegnet wurde. Zur Abdeckung des Liquiditätsbedarfs österreichischer Unternehmen und Privatpersonen werden von der Regierung Milliarden Euro in die Hand genommen. 

Nachstehend informieren wir Sie über das Corona-Hilfspaket der Österreichischen Bundesregierung (Stand Dezember 2020):

Der Corona-Hilfsfonds

Im Zuge des 3. COVID-19 Gesetzes, beschlossen am 3.4.2020 im Nationalrat, wurde der Corona-Hilfsfonds im Umfang von € 15 Mrd. als zusätzliche Fördermaßnahme geschaffen. Das Ziel des Corona-Hilfsfonds ist die Gewährung von finanziellen Maßnahmen, die zur Erhaltung der Zahlungsfähigkeit und Überbrückung von Liquiditätsschwierigkeiten von Unternehmen im Zusammenhang mit der Ausbreitung von COVID-19 und den dadurch verursachten wirtschaftlichen Auswirkungen geboten sind. Mit Garantien und Direktkrediten der Republik sowie Direktzuschüssen soll das wirtschaftliche Überleben der Unternehmen sichergestellt werden. Die Detailausgestaltung der Direktkredite und Garantien der Republik Österreich wurde mit Verordnung vom 8.4.2020 geregelt.

In den Genuss des Corona-Hilfsfonds kommen jene Unternehmen und Branchen, die durch Maßnahmen der Bundesregierung besonders betroffen sind bzw. waren (zB. Betretungsverbote, Reisebeschränkungen, etc.) und Liquiditätsprobleme haben. Abgewickelt wird der Corona-Hilfsfonds über die Covid-19 Finanzierungsagentur des Bundes GmbH (COFAG). Der Corona-Hilfsfonds besteht aus Garantien, Direktzuschüssen und Direktkrediten.

Garantien und Kredite der Republik

Damit kleinen und mittleren Unternehmen schnell und unbürokratisch geholfen wird, übernimmt die Republik eine 100%ige Staatshaftung für Notkredite bis zu einer Höhe von 500.000 Euro. Liegt der Finanzierungsbedarf über 500.000 Euro so deckt die Garantie der Republik 90 % der Kreditsumme ab.

Unternehmen müssen folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Standort und Geschäftstätigkeit in Österreich und Liquiditätsbedarf für den heimischen Standort und
  • Kein mittleres oder großes „Unternehmen in Schwierigkeiten (UiS)“ nach EU Definition. Vereinfachend dargestellt befindet sich ein mittleres Unternehmen „in Schwierigkeiten“, wenn es mehr als die Hälfte des Stamm- oder Grundkapitals bzw der Eigenmittel durch angelaufenen Verluste verloren hat (und bereits drei Jahre besteht), sich in einem Insolvenzverfahren befindet oder die Voraussetzungen für die Eröffnung eines Insolvenzverfahren erfüllt oder bereits Rettungs- und/oder Umstrukturierungsbeihilfen erhalten hat und noch dem Umstrukturierungsplan unterliegt. Ein großes Unternehmen befindet sich zusätzlich in Schwierigkeiten, wenn der buchwertbasierte Verschuldungsgrad in den letzten beiden Jahren über 7,5 und das anhand des EBITDA berechnete Zinsdeckungsverhältnis unter 1,0 lag. Kleine und Kleinstunternehmen nach EU Beihilfenrecht können auch gefördert werden, wenn sie UiS sind.

Die Höhe des Kredites bzw der Garantie orientiert sich an den nicht gedeckten Zahlungsverpflichtungen des Unternehmens (Liquiditätsbedarf). Es ist stets der geringere Betrag heranzuziehen aus:

  • Nicht gedeckten Zahlungsverpflichtungen und
  • dem Zweifachen der jährlichen Lohn- und Gehaltsumme des Unternehmens oder
  • 25 % des Jahresumsatzes oder
  • maximal € 120 Mio

Die Laufzeit beträgt maximal 5 Jahre und kann um bis zu 5 Jahre verlängert werden.

Zu den förderbaren Kosten zählen

  • laufende Aufwendungen wie Mieten, Leasingentgelte, laufende Kreditraten und Zinszahlungen, Löhne und Gehälter inkl. Lohnnebenkosten, eine angemessene Unternehmerentlohnung, Abgaben, Zahlungen für notwendige Dienstleistungen und Warenbeschaffung und Versicherungsprämien im Zeitraum von 12 Monaten ab Projektbeginn (rückwirkend möglich, frühestens aber ab 16.03.2020)
  • Stundungen von Tilgungsraten von bestehenden Kreditlinien oder Leasingverbindlichkeiten, die im Zeitraum vom 1.1.2020 bis 31.12.2020 fällig waren bzw. fällig werden.

In Abhängigkeit von der Größe des Unternehmens und der Laufzeit werden Garantieprämien zwischen 0,25 % und 2 % verrechnet. Bei der 100 % Garantie fällt kein Garantieentgelt an.

Mehr zum Thema AWS Überbrückungsgarantie finden Sie hier.

Sehr gerne unterstützen wir Sie bei Fragen zum Corona-Hilfsfonds. Bitte kontaktieren Sie uns telefonisch unter +43 4352 2848-0.

Der Fixkostenzuschuss

Nicht rückzahlbare Direktzuschüsse erhalten Unternehmen, die entweder behördlich geschlossen oder während der Corona-Krise einen Umsatzverluste erlitten haben. Wie bei den Garantien müssen die Unternehmen Sitz oder Betriebsstätte und eine wesentliche operative Tätigkeit in Österreich haben und dürfen am 31.12.2019 nicht „in Schwierigkeiten“ gewesen sein. Die Fixkosten müssen in Österreich operativ anfallen. Unternehmen müssen sämtliche zumutbare Maßnahmen setzen, um die Fixkosten zu reduzieren und die Arbeitsplätze in Österreich zu erhalten.

Das war Phase 1 des Fixkostenzuschusses (FKZ I)

Unternehmen, die Covid-19 bedingte Umsatzsausfälle von mindestens 40 % erleiden, können im Rahmen des Fixkostenzuschuss der Phase I einen Zuschuss gestaffelt nach dem jeweiligen Umsatzverlust für bis zu drei Monate im Zeitraum 16.3.2020 bis 15.9.2020 beantragen. Seit 20.5.2020 bis spätestens 31.8.2021 können Anträge auf Fixkostenzuschüsse via FinanzOnline eingebracht werden.

Für folgende Fixkosten wurde in Phase 1 ein Zuschuss gewährt:

  • Geschäftsraummieten (wenn der Mietzins nicht reduziert werden konnte und in unmittelbaren Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit steht)
  • Betriebliche Versicherungsprämien
  • Zinsaufwendungen (sofern diese nicht gestundet werden konnten)
  • Betriebsnotwendige, vertragliche Zahlungsverpflichtungen (die nicht gestundet oder reduziert werden konnten), z.B. operating Leasing, Kammerumlage, Wasser, Kanal, Müll
  • Lizenzkosten, Zahlungen für Strom, Gas; Telekommunikation (Internet, Telefon, etc.)
  • fiktiver Unternehmerlohn in Höhe von maximal € 2.000 pro Monat (analog der Regelungen aus dem Härtefallfonds)
  • Finanzierungskostenanteil der Leasingraten
  • Wertverluste bei verderblicher od. saisonaler Ware, sofern mind. 50 % der Ware aufgrund der Covid-19 Krise an Wert verliert
  • Personalaufwendungen für die Bearbeitung von krisenbedingten Stornierungen und Umbuchungen
  • Angemessenes Honorar für Steuerberater iZm der Antragstellung bis max. € 500,00 bei Beantragung eines FKZ von < € 12.000,00

Die Höhe des Fixkostenzuschusses in Phase 1:

Umsatzrückgang

Höhe der Entschädigung

40 – 60%

25% der Fixkosten

60 – 80%

50% der Fixkosten

80 – 100%

75% der Fixkosten

Der Fixkostenzuschuss ist steuerfrei, jedoch reduziert er die abzugsfähigen Aufwendungen im betreffenden Wirtschaftsjahr. Die Auszahlung erfolgte in mehreren Tranchen.

Jetzt kommt der Fixkostenzuschuss II (FKZ II)

Der Fixkostenzuschuss wurde jetzt um eine Phase II erweitert. Die Genehmigung der EU-Kommission ist mittlerweile erfolgt. Die neue Beihilfe unterscheidet sich vom Fixkostenzuschuss der Phase I dahingehend, dass diese nicht mehr als Mittel zur Überwindung von Naturkatastrophen gelten. Der Fixkostenzuschuss II ist in zwei Varianten unterteilt:

  • Fixkostenzuschuss mit einer Obergrenze von € 800.000,00
  • Verlustersatz mit einer Obergrenze von € 3.000.000,00

Fixkostenzuschuss 800.000

Der FKZ 800.000 kann bereits ab einem Umsatzausfall von 30 % und einem Beihilfenbetrag von mind. € 500,00 für bis zu 10 Monate im Zeitraum 16. September 2020 bis 30. Juni 2021 beantragt werden.

Begünstigte Unternehmen

Anspruch haben „ gesunde“ Unternehmen, die ihren Sitz oder Betriebsstätte in Österreich haben, betriebliche Einkünfte erzielen und einen COVID-19 verursachten Umsatzausfall zwischen 16.9.2020 und 30.6.2021 von mindestens 30 % erleiden.

Höhe des FKZ 800.000

Bzgl. der Höhe des Fixkostenzuschusses gibt es eine wesentliche Änderung: Während in Phase 1 eine Staffelung des Fixkostenzuschusses vorgesehen war (je nach prozentuellem Umsatzausfall betrug die Höhe 25 %, 50 % oder 75 % der Fixkosten), ist die Höhe der Ersatzrate beim FKZ 800.000 prozentuell an die Höhe des Umsatzausfalls geknüpft. Das bedeutet beispielsweise bei einem Umsatzausfall von 80 % werden auch 80 % der Fixkosten ersetzt.

Auszahlung des FKZ 800.000

Die Auszahlung erfolgt in zwei Tranchen, die separat beantragt werden müssen. Die erste Tranche umfasst 80 % des voraussichtlichen Fixkostenzuschusses. Die zweite Tranche umfasst grundsätzlich den Restbetrag von 20 %, wobei auch allfällige Korrekturen im Zuge dieser Tranche zu berücksichtigen sind. Die Auszahlung ist für die erste Tranche bis spätestens 30.6.2021 und für die zweite Tranche vom 1. Juli 2021 bis 31. Dezember 2021 zu beantragen.

Neue Fixkostenpositionen

Es bleiben sämtliche Fixkostenpositionen des FKZ I bestehen (zB. Geschäftsraummieten und Pacht, betriebliche Versicherungsprämien, Zinsaufwendungen für Kredite und Darlehen, etc.). Zusätzlich sind folgende Fixkosten neu zu berücksichtigen oder wurden betragsmäßig verändert:

  • Absetzung für Abnutzung (AfA) von unmittelbar der betrieblichen Tätigkeit dienenden Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, wenn dieses vor dem 16. September 2020 angeschafft oder bestellt und vor dem jeweiligen gewählten Betrachtungszeitraum in Betrieb genommen wurde.
  • Übertragung AfA für bewegliche Wirtschaftsgüter, die primär für die Umsatzerzielung eingesetzt werden und nicht Eigentum des Unternehmens sind.
  • Leasingraten eines Finanzierungsleasings
  • Personalaufwendungen zur Gewährleistung eines Mindestbetriebesund Vermeidung einer vorübergehenden Schließung.
  • Endgültig frustrierte Aufwendungen, die konkret als Vorbereitung zur Umsatzerzielung im Zeitraum 1.62019 bis 16.3.2020 verursacht wurden, wobei der geplante Umsatz aufgrund von COVID-19 nicht realisiert werden konnte. Zur vereinfachten Berechnung besteht für bestimme Branchen die Möglichkeit von Durchschnittswerten auszugehen.
  • Steuerberaterkosten im Ausmaß von maximal EUR 1.000 für Unternehmen, die einen FKZ < EUR 36.000 beantragen.
  • Direkte Leistungsbeziehungen zwischen verbundenen Unternehmen, wenn sie angemessen und fremdüblich sind und vor dem 16.3.2020 verrechnet wurden.

Ermittlung des Umsatzausfalls

Für die Ermittlung der Umsätze eines Unternehmens sind die Waren- und/oder Leistungserlöse der Einkommen- oder Körperschaftsteuerveranlagung maßgebend.

Bei der Berechnung des Umsatzausfalls sind einer oder mehrere Betrachtungszeiträume von 16.9.2020 bis 30.6.2021 zu wählen, wobei sich der Umsatzausfall in diesem Fall aus dem Vergleich zu den jeweils entsprechenden Zeiträumen des Jahres 2019 ergibt. Der erste Betrachtungszeitraum umfasst die Periode 16.9.2020 bis 30.9.2020. Danach gilt jeweils das Kalendermonat als Betrachtungszeitraum. Anträge können für bis zu maximal zehn Betrachtungszeiträume gestellt werden. Die Betrachtungszeiträume sind so zu wählen, dass entweder alle Betrachtungszeiträume zeitlich zusammenhängen oder es zwei Blöcke von jeweils zeitlich zusammenhängenden Betrachtungszeiträumen gibt. Zwischen zwei Blöcken von Betrachtungszeiträumen ist eine zeitliche Lücke zulässig.

Das Zusammenspiel mit dem Lockdown-Umsatzersatz

Wenn für den gesamten November ein Umsatzersatz in Anspruch genommen wurde, kann für diesen Monat kein FKZ beantrag werden. Diese Außerachtlassung gilt nicht als Lücke in den Betrachtungszeiträumen. Falls der Antragsteller für November 2020 und/oder Dezember 2020 teilweise einen Lockdown-Umsatzersatz in Anspruch nimmt, ist der FKZ II 800.000 für diesen Zeitraum anteilsmäßig zu verringern (außer der Umsatzersatz wird vor Beantragung zurückbezahlt).

Neu: Pauschalierungsmöglichkeit

Unternehmen, die im letztveranlagten Jahr weniger als € 120.000 Umsatz erzielt haben und deren Einkünfte für den steuerpflichtigen Unternehmer die überwiegende Einnahmequelle darstellen, können die Fixkosten wahlweise auch in pauschalierter Form ermitteln. Dh sie können pauschal 30 % des Umsatzausfalls als Fixkosten ansetzen.

Wie bei Phase 1 erfolgt die Beantragung des Fixkostenzuschusses 800.000 über FinanzOnline.

Unternehmen müssen ua folgende Verpflichtungen übernehmen:

  • Schadensminderungspflicht, d.h. das Unternehmen muss zumutbare Maßnahmen setzen, um die zu deckenden Fixkosten zu reduzieren;
  • Verpflichtung zum Erhaltung der Arbeitsplätze;
  • Im Zeitraum 16.3.2020 bis 30.6.2021 dürfen keine Ausschüttungen von Dividenden oder sonstige rechtlich nicht zwingende Gewinnausschüttungen sowie kein Rückkauf von eigenen Aktien vorgenommen werden. Danach muss bis 31.12.2021 eine maßvolle Dividenden- und Gewinnausschüttungspolitik verfolgt werden.
  • In den Jahren 2020 und 2021 dürfen keine Bonuszahlungen an Vorstände oder Geschäftsführer in Höhe von mehr als 50% ihrer Bonuszahlung für das Wirtschaftsjahr 2019 ausgezahlt werden.

Nähere Informationen finden Sie hier.

Verlustersatz bis € 3.000.000

Am 16.12. wurde die Richtlinie zum erweiterten Fixkostenzschuss der Phase II veröffentlicht: Der Verlustersatz ist mit einer max. Förderhöhe von € 3.000.000 ausgestaltet. Durch diese Unterstützungsleistung können Verluste, die zwischen 16. September 2020 bis 30. Juni 2021 anfallen, entweder vorausprognostiziert oder im Nachhinein ersetzt werden. Kleine Unternehmen bis 50 Mitarbeiter mit einem Jahresumsatz und einer Bilanzsumme kleiner als € 10 Mio erhalten so bis zu 90 Prozent ihres Verlustes ersetzt. Große und mittlere Unternehmen bekommen bis zu 70 Prozent ihres Verlustes erstattet. Der ausgeweitete Fixkostenzuschuss kann ab sofort via FinanzOnline beantragt werden.

Begünstigte Unternehmen

Begünstigte sind „gesunde“ Unternehmen mit Sitz oder Betriebsstätte in Österreich, die betriebliche Einkünfte erzielen. In dem vom Antrag erfassten Betrachtungszeitraum muss der Umsatzausfall mind. 30 % betragen und es müssen schadensmindernde Maßnahmen zur Reduktion des Verlustes gesetzt werden. Sämtliche kumulativ zu erfüllenden Voraussetzungen entnehmen Sie den Punkten 3.1. und 3.2 der geltenden Richtlinie (z.B. kein Insolvenzverfahren, keine vorsätzlichen Finanzstrafen in den letzten 5 Jahren, kein rechtskräftig festgestellter steuerlicher Missbrauch bzw. keine aggressiven Steuer-Gestaltungen, wobei für diese nunmehr Grenzen eingeführt wurden, unter denen eine Antragstellung zulässig ist.

Ermittlung und Höhe des Verlustersatzes

Der Verlustersatz wird ab einem Umsatzausfall von mind. 30 % gewährt. Der gesamte Verlustersatz muss mind. € 500 betragen.

  • Basis für die Förderung ist der Verlust. Dieser ermittelt sich als Differenz zwischen den Erträgen (Umsatz, Bestandsveränderungen, aktivierte Eigenleistungen, sonstige betriebliche Erträge) und den damit unmittelbar und mittelbar zusammenhängenden Aufwendungen des Unternehmens bezogen auf den im Antrag gewählten Betrachtungszeitraum.
  • Auch Aufwendungen und Erträge aufgrund von Leistungsbeziehungen zwischen verbundenen Unternehmen sind zu berücksichtigen, wenn diese angemessen und fremdüblich sind und die Schadensminderungspflicht berücksichtigt wurde. Zudem müssen diese Leistungen im Konzern auch vor dem 16.9.2020 verrechnet worden sein.
  • Nicht zu den Aufwendungen zählen außerplanmäßige Abschreibungen und Aufwendungen aus dem Abgang von Anlagevermögen. Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen sind ebenso ausgenommen.
  • Der Verlust ist um Beteiligungserträge (wenn diese mehr als 50 % der Umsätze im antragsgegenständlichen Betrachtungszeitraum ausmachen), Versicherungsleistungen, Zuwendungen von Gebietskörperschaften im Zusammenhang mit der COVID-19-Krise, Zuschüsse im Zusammenhang mit der Kurzarbeit, Entschädigungen nach dem Epidemiegesetz zu kürzen.

Verlustersatz: Betrachtungszeiträume

Bei der Berechnung des Umsatzausfalls sind einer oder mehrere Betrachtungszeiträume von 16.9.2020 bis 30.6.2021 zu wählen, wobei sich der Umsatzausfall in diesem Fall aus dem Vergleich zu den jeweils entsprechenden Zeiträumen des Jahres 2019 ergibt.

Der erste Betrachtungszeitraum umfasst die Periode 16.9.2020 bis 30.9.2020. Danach gilt jeweils das Kalendermonat als Betrachtungszeitraum. Anträge können für bis zu maximal zehn Betrachtungszeiträume gestellt werden. Die Betrachtungszeiträume sind so zu wählen, dass alle Betrachtungszeiträume zeitlich zusammenhängen. Eine zeitliche Lücke zwischen den Betrachtungszeiträumen ist nur zulässig, wenn der November 2020 und/oder Dezember 2020 ausgeklammert werden, weil für diesen Zeitraum ein Lockdown-Umsatzersatz in Anspruch genommen wird.

Das Zusammenspiel mit dem Lockdown-Umsatzersatz und dem FKZ 800.000

Wenn für den gesamten November ein Umsatzersatz in Anspruch genommen wurde, kann für diesen Monat kein Verlustersatz in Anspruch genommen werden. Falls der Antragsteller für November 2020 und/oder Dezember 2020 teilweise einen Lockdown-Umsatzersatz in Anspruch nimmt, ist der Verlustersatz für diesen Zeitraum anteilsmäßig zu verringern. Sofern der Förderwerber vom Umsatzersatz zurücktritt und diesen zurückbezahlt, kann gem. FAQ des BMF ein Verlustersatz auch für diesen Betrachtungszeitraum beantragt werden.

Ebenso kann nicht ein FKZ 800.000 und ein Verlustersatz in Anspruch genommen werden. Wurde bereits ein Antrag auf Auszahlung eines FKZ 800.000 gestellt, kann vor Antragsstellung der Tranche II des FKZ 800.000 ein Verlustersatz beantragt werden, wenn der Antragsteller bestätigt, dass der FKZ 800.000 nicht mehr beansprucht wird und bereits erhaltene Zahlungen zurückgezahlt oder anzurechnen sind.

Antragstellung und Auszahlung des Verlustersatzes

Der Antrag ist über Finanzonline einzubringen. Abgewickelt wird dieser wie der FKZ 800.000 und der Umsatzersatz über die COFAG.

Die Auszahlung der ersten Tranche umfasst 70 % und kann zwischen 16. Dezember 2020 bis spätestens 30. Juni 2021 beantragt werden.

Die Auszahlung der zweiten Tranche kann ab 1. Juli2021 bis spätestens 31. Dezember 2021 beantragt werden. Mit ihr kommt der gesamte noch nicht ausbezahlte Verlustersatz zur Auszahlung, wobei auch allfällige Korrekturen in diesem Zuge berücksichtigt werden. Bei der Beantragung der zweiten Tranche können auch noch die gewählten Betrachtungszeiträume durch den Antragsteller geändert werden. Zu diesem Zeitpunkt ist auch eine Endabrechnung zu erstellen.

Für die Beantragung der ersten Tranche ist eine Prognoserechnung nötig, die durch einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Bilanzbuchhalter zu bestätigen ist. Im Zuge der Endabrechnung und der Beantragung der zweiten Tranche ist eine gutachterliche Stellungnahme des Steuerberaters, Wirtschaftsprüfers oder Bilanzbuchhalters notwendig.

Kosten für den Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Bilanzbuchhalter können iHv max. € 1.000 im Zuge der Beantragung der 2. Tranche berücksichtigt werden, wenn der Verlustersatz voraussichtlich nicht mehr als € 36.000,00 beträgt.

Bestätigungen und Verpflichtungserklärungen in Antrag

Im Rahmen der Antragstellung auf den Verlustersatz unterliegt der Förderwerber wieder einigen Bestätigungen und Verpflichtungen (Punkt 6.1 und 6.2 der Richtlinien). Insbesondere muss bestätigt werden, dass

  • schadensmindernde Maßnahmen im Rahmen einer Gesamtstrategie gesetzt wurden;
  • der im Antrag angegebenen Verlust nicht durch Versicherungen oder anderweitige Unterstützungen der öffentlichen Hand gedeckt ist;
  • in den Jahren 2020 und 2021 keine Bonuszahlungen an Vorstände oder Geschäftsführer in Höhe von mehr als 50% ihrer Bonuszahlung für das Wirtschaftsjahr 2019 ausgezahlt werden;

Darüber hinaus hat sich der Förderwerber ua zu verpflichten:

  • auf die Erhaltung der Arbeitsplätze in seinem Unternehmen besonders Bedacht zu nehmen;
  • die Entnahmen des Inhabers des Unternehmens beziehungsweise Gewinnausschüttungen an Eigentümer im Zeitraum vom 16.03.2020 bis 31.12.2021 an die wirtschaftlichen Verhältnisse anzupassen. Demnach sind Ausschüttungen von Dividenden oder sonstige rechtlich nicht zwingende Gewinnausschüttungen zwischen 16.03.2020 und 30.06.2021 verboten. Danach hat bis Ende 2021 eine maßvolle Dividenden- und Gewinnauszahlungspolitik zu erfolgen.

Nähere Informationen dazu finden Sie hier.

Sehr gerne unterstützen wir Sie bei Fragen zum Fixkostenzuschuss. Bitte kontaktieren Sie uns telefonisch unter +43 4352 2848-0.

Der Corona-Härtefallfonds

Der Härtefallfonds unterstützt Ein-Personen- und Kleinstunternehmer sowie andere Selbstständige, die akut durch die Corona-Krise in Notlage geraten sind. Ein Härtefall liegt vor, wenn der Unternehmer nicht mehr in der Lage ist, die laufenden Kosten zu decken, ein behördlich angeordnetes Betretungsverbot vorliegt oder der Unternehmer einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 % zum Vergleichsmonat im Vorjahr erlitten hat.

Anspruch auf den Härtefallfonds haben Ein-Personen-Unternehmen, Kleinstunternehmen (max. 9 Mitarbeiter), neue Selbständige und freie Dienstnehmer.

In einer ersten Phase wurde für Selbständige Soforthilfe von bis zu € 1.000 geleistet. Die Antragstellung dafür endete am 17.4.2020.

In Phase 2 wird die Gruppe der Anspruchsberechtigten ausgeweitet, und zwar:

  • Gründer, die zwischen 1. Jänner und 15. März 2020 gegründet haben, können einen Pauschalbetrag beantragen.
  • Nebeneinkünfte sind erlaubt, allerdings werden die Einkünfte bei der Ermittlung des Zuschusses angerechnet.
  • Mehrfachversicherung in der Kranken- und/oder Pensionsversicherung ist zulässig.

Die Antragstellung für Phase 2 startete am 20. April 2020 und ist bis 30.04.2021 möglich. Allen Antragstellern (unabhängig davon, ob bereits ein Antrag in Phase 1 gestellt wurde) steht in Summe derselbe maximale Förderbetrag von bis zu € 30.000 zur Verfügung. Bereits gewährte Soforthilfe aus Phase 1 wird beim ermittelten Förderzuschuss für Phase 2 angerechnet.

Der Förderzuschuss ist in die beiden Maßnahmen Förderung für den Nettoeinkommensentgang und Comeback Bonus unterteilt. Der Comeback Bonus ist eine pauschale Zusatzförderung iHv € 500,00 pro Monat. Die Maximalförderung des Nettoeinkommensentgangs beträgt maximal 2.000 Euro pro Monat über maximal zwölf Monate (daher insgesamt maximal 24.000 Euro). Die Betrachtungszeiträume müssen nicht zusammenhängen, sondern können frei gewählt werden zwischen 16.3.2020 bis 15.03.2021, zB 16.3.2020 bis 15.4.2020. Für jeden Betrachtungszeitraum ist ein gesonderter Antrag zu stellen.

Die Mindestförderung beträgt € 500,00 pro Monat (zuzüglich Comeback-Bonus). Für einen Zeitraum von 12 Monaten beträgt die Mindestförderung daher insgesamt € 12.000,00.

Der Antrag für den Härtefallfonds ist über den WKO-Benutzer-Account bzw. über die WKO-Website einzubringen. Details finden Sie hier.

Sollten Sie Unterstützung bei der Antragstellung für den Corona-Härtefallfonds benötigen, kontaktieren Sie uns bitte telefonisch unter+43 4352 2848-0.

COVID-19 Kurzarbeit

Die COVID-19 Kurzarbeit ist eine an die Bedürfnisse der Coronakrise angepasste Form der „normalen“ Kurzarbeit. Diese neue Form der Kurzarbeit wurde geschaffen, um Unternehmen bei der Bewältigung der wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu unterstützen. Weiters sollen damit betriebsbedingte Kündigungen vermieden und betriebliches Know-how gesichert werden. Mit der COVID-19 Kurzarbeit soll ebenso die Flexibilität im Personaleinsatz bewahrt werden. Seit 1.10.2020 läuft die Phase 3 der Covid-19 Kurzarbeit.

Voraussetzungen für die COVID-19 Kurzarbeit

  • Die COVID-19 Kurzarbeit darf eingeführt werden, wenn das Unternehmen von vorübergehenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten in Zusammenhang mit den Auswirkungen der Coronakrise betroffen ist.
  • Es bedarf einer rechtsgültigen COVID-19 Sozialpartnervereinbarung über die näheren Bedingungen der Kurzarbeit (Geltungsbereich, Dauer, Festlegung des Arbeitszeitausfalls, Entgeltanspruch, Aufrechterhaltung des Beschäftigtenstandes).
  • Der Arbeitszeitzeitausfall darf in der Phase 1 und Phase 2 mindestens 10 % und maximal 90 % der Normalarbeitszeit betragen. Innerhalb des Kurzarbeitszeitraumes ist eine Ausfallzeit von bis zu 100 % möglich, im Durchschnitt aber dürfen 90 % Ausfallzeit nicht überschritten werden.

Förderbar sind Unternehmen und Arbeitgeber/innen, die in einem Betrieb mit einem Betriebsstandort in Österreich Kurzarbeit durchführen. Von der COVID-19 Kurzarbeit ausgenommen sind Bund, Bundesländer, Gemeinden und Gemeindeverbände sowie politische Parteien.

Vergütung während der COVID-19 Kurzarbeit

Unabhängig vom Arbeitszeitausfall erhalten Dienstnehmer/innen eine Nettoersatzrate von 80 %, 85 % bzw. 90 % des Bruttoentgelts vor der Kurzarbeit.

  • 90 % – wenn das vor Kurzarbeit bezogene Bruttoentgelt bis zu 1.700 Euro beträgt,
  • 85 % – wenn das bezogene Bruttoentgelt zwischen 1.700 Euro und 2.685 Euro liegt,
  • 80 % – wenn das bezogene Bruttoentgelt höher ist.

Bei Lehrlingen beträgt das zu zahlende Entgelt 100 % vom vor der Kurzarbeit bezogenen Bruttoentgelt.

COVID-19 Kurzarbeitsbeihilfe

Die maximale Höhe der COVID-19 Kurzarbeitsbeihilfe für Unternehmen wird mit Antragstellung berechnet. Für Projekte mit Beginndatum bis 31.5.2020 wird die Kurzarbeitsbeihilfe in Form von Pauschalsätzen je Ausfallstunde berechnet. Für Projekte mit Beginn ab 1.6.2020 wird die Höhe der Kurzarbeitsbeihilfe anhand einer vereinfachten Differenzmethode ermittelt. Gefördert wird dabei die Differenz zwischen dem Bruttoentgelt für die tatsächliche Arbeitsleistung und dem Mindestbruttoentgelt, welches sich aus der Kurzarbeits-Mindestbruttoentgelt-Tabelle ergibt. Genaue Erläuterungen zur Berechnung der COVID-19 Kurzarbeit mit Beginn ab 1.6.2020 finden Sie hier. Auf der Website des AMS finden Sie zudem den Rechner für die COVID-19 Kurzarbeitsbeihilfe – mehr dazu finden Sie hier.

COVID-19 Kurzarbeit ab Oktober 2020

Mit Oktober 2020 beginnt die 3. Phase der COVID-19 Kurzarbeit. Ab 1.10.2020 besteht daher die Möglichkeit, die Kurzarbeit um weitere sechs Monate zu verlängern.

Im Gegensatz zu Phase 1 und Phase 2 (Details dazu finden Sie hier) sind in Phase 3 einige Änderungen vorgesehen. Hier die wesentlichen Eckpunkte:

  • Die durchschnittliche Arbeitszeit muss nunmehr zwischen 30 % und 80 % (bisher waren es 10 % und 90 %) liegen. Eine Unterschreitung der 30 % ist nur mit einer Zustimmung der Sozialpartner möglich. Die Behaltefrist nach Kurzarbeit beträgt weiterhin einen Monat.
  • Die Vergütung des Nettolohns beträgt weiterhin 80 %, 85 % bzw. 90 %.
  • Alle Mehrkosten werden vom AMS den Unternehmen weiterhin voll ersetzt. Dh Arbeitgeber müssen nur für die tatsächlich erbrachte Arbeitsleistung zahlen und die Differenz übernimmt das AMS inklusive Lohnnebenkosten in voller Höhe.
  • Es erfolgt eine „strengere Kontrolle“ der wirtschaftlichen Betroffenheit von Unternehmen in Form eines standardisierten Verfahrens: Im Zuge der Beantragung ist der Sozialpartnervereinbarung eine Prognoserechnung anzuhängen. Wird die Kurzarbeit für mehr als 5 Arbeitnehmer/innen beantragt, muss zudem ein Steuerberater, ein Bilanzbuchhalter oder ein Wirtschaftsprüfer die Angaben bestätigen!
  • Die Nicht-Arbeitszeit soll für Weiterbildung genützt werden. Daher besteht für alle Beschäftigten eine verpflichtende Weiterbildungsbereitschaft in der vom AMS vergüteten Ausfallszeit.

Für die ab Oktober 2020 geltende COVID-19 Kurzarbeit wurden neue Sozialpartnervereinbarungen veröffentlicht. Die entsprechenden AMS-Dokumente finden Sie hier.

Adaptierungen bei der Covid-19 Kurzarbeit aufgrund des 2. Lockdowns

Durch den neuerlichen Lockdown soll die notwendige Arbeitsleistung wieder auf 10 % gesenkt werden, wobei im November bzw. für die Dauer des Lockdowns auch 0 % Arbeitsleistung möglich sein soll. Für November ist eine rückwirkende Antragstellung per 1.11.2020 bis 20.11.2020 möglich. Weiters ist für unmittelbar betroffene Betriebe, welche die Kurzarbeit nur für den Monat November 2020 beantragen, keine Bestätigung hinsichtlich der wirtschaftlichen Begründung durch einen Steuerberater udgl. notwendig. Für die Zeit des Lockdowns besteht zudem keine Ausbidungsverpflichtung für Lehrlinge. Neu hinzu kommt, dass Beschäftigte, die von der Regelung des Trinkgeldpauschales umfasst sind und sich in Kurzarbeit befinden, einen Zuschuss von 100 Euro pro Monat (Trinkgeldersatz) für November 2020 bzw. für die Zeit des 2. Lockdowns erhalten. Die Auszahlung erfolgt durch das Unternehmen und die Vergütung durch das AMS.

Sehr gerne unterstützen wir Sie, wenn Sie für Ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen COVID-19 Kurzarbeit beantragen wollen. Kontaktieren Sie uns dazu bitte telefonisch unter +43 4352 2848-0.

COVID-19 Investitionsprämie

Zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Österreich hat die Bundesregierung eine Investitionsprämie für Unternehmen beschlossen. Der nicht rückzahlbare Zuschuss beträgt 7–14 % der Anschaffungskosten der förderungsfähigen Investitionen – für welche zwischen 1. August 2020 und 28. Februar 2021 erste Maßnahmen gesetzt wurden – und ist mit max EUR 50 Mio pro Unternehmen/Unternehmensgruppe gedeckelt. Anträge können ab 1. September 2020 bis 28. Februar 2021 über den aws Fördermanager elektronisch eingebracht werden.

Förderungsgegenstand

Gefördert werden materielle und immaterielle aktivierungspflichtige Neuinvestitionen in das abnutzbare Anlagevermögen an österreichischen Standorten. Als Neuinvestition kommen auchgebrauchte Güter in Frage, sofern es sich um eine Neuanschaffung für das investierende Unternehmen bzw. im Konzern handelt.

Im Zusammenhang mit der Investition müssen zwischen dem 1. August 2020 und dem 28. Februar 2021 erste Maßnahmen gesetzt werden, wie etwa Bestellungen, Lieferungen, Leistungen, Anzahlungen, Zahlungen oder der Baubeginn. Außerdem sieht die Richtlinie für Investitionsprämien einen Durchführungszeitraum vor, innerhalb diesen die Investition erfolgen muss. Die Inbetriebnahme und Bezahlung der Investition haben bis 28. Februar 2022 zu erfolgen. Beträgt das Investitionsvolumen mehr als EUR 20 Mio wird diese Frist auf den 28. Februar 2024 erstreckt.

Förderungsfähige Investitionen

Der Zuschuss beträgt grundsätzlich 7 % der Anschaffungskosten der förderungsfähigen Neuinvestition und ist einkommensteuerbefreit. Der Betrag der Förderung erhöht sich auf 14 % für Investitionen im Bereich der Ökologisierung, Digitalisierung und im Gesundheits- und /Life Science Bereich.

Ökologisierungsinvestitionen

  • Wärmepumpen
  • Biomasse Einzelanlagen und Mikronetze
  • Anschluss an Nah-/Fernwärme
  • Investitionen zur Luftreinhaltung
  • Ökostromanlagen

Investitionen zum Zwecke der Steigerung der Kreislaufwirtschaft:

  • Photovoltaikanlagen
  • Forcierung der Elektromobilität zB Anschaffung von Elektrofahrzeugen, E-Baumaschinen, E-Traktoren, E-Fahrräder
  • Primärer Zweck der Investitionen: Wassereinsparung
  • Primärer Zweck der Investitionen: Schutz der Biodiversität

Zusätzlich sieht die Investitionsprämien-Richtlinie eine taxative Aufzählung im Anhang vor, welche Investitionen unter besonders geförderte Ökologisie-rungsinvestitionen fallen.

Digitalisierungsinvestitionen

  • Künstliche Intelligenz, Cloud Computing und Big Data
  • Digitalisierung von Geschäftsmodellen und Prozessen
  • Einführung oder Verbesserung von IT- und Cyber Security-Maßnahmen/-Prozessen sowie den Aufbau des Informationssicherheitsmanagements (inklusive Maßnahmen im Zuge des Datenschutzes)
  • E-Commerce (zB digitale Transformation des Verkaufs- und Vertriebsprozesses, die Einführung und Weiterentwicklung von digitalen B2B- oder B2C-Anwendungen oder Umsetzung von innovativen und datenbasierten Online-Strategien),
  • Nutzung der digitalen Verwaltung (zB Einführung der digitalen Signatur, Verwendung von elektronischen Rechnungen, Einrichtung von neuen Schnittstellen zu Verwaltungstools, USP-Anbindung, elektronische Beschaffungsvorgänge etc)
  • Homeoffice-Möglichkeiten und mobiles Arbeiten
  • etc

Mit 14 % zuschussfähig ist somit die Anschaffung von Hardware, Software und der Ausbau von Infrastruktur (exklusive bauliche Maßnahmen).

Gesundheits- und/Life Science-Investitionen

  • Investitionen in Anlagen zur Entwicklung und Produktion von pharmazeutischen Produkten für den human- und veterinärmedizinischen Bereich und
  • Investitionen in Anlagen zur Herstellung von Produkten der Humanmedizin, die in Pandemien von strategischer Bedeutung sind.

Nicht förderungsfähige Investitionen

Nicht förderbar sind Investitionen in die Errichtung bzw. die Erweiterung von Anlagen, die der Förderung, dem Transport oder der Speicherung fossiler Energieträger dienen sowie die Errichtung von Anlagen, die fossile Energieträger direkt nutzen:

  • Luftfahrzeuge, PKW, Lastkraftwägen und Schiffe, die dem Transport oder der Speicherung fossiler Energieträger dienen oder fossile Energieträger direkt nutzen.
  • Anlagen zur Gebäudekonditionierung und Warmwasserbereitung auf Basis fossiler Energieträger
  • Anlagen zur Erzeugung von Prozesswärme. Ausgenommen ist die Investition in bestehende Anlagen, die fossile Energieträger direkt nutzen, wenn a) eine substanzielle Treibhausgasreduktion (von mehr als 10 %) durch die Investition erzielt wird oder b) eine Treibhausgasreduktion von 25.000 Tonnen CO2 pro Jahr im Regelbetrieb erzielt wird.

Weiters explizit ausgenommen sind:

  • Investitionen, bei denen gem Pkt 5.3.2 der RL vor dem 1. August oder nach dem 28. Februar erste Maßnahmen gesetzt wurden.
  • Aktivierte Eigenleistungen
  • Leasingfinanzierte Investitionen es sei denn, diese werden im antragstellenden Unternehmen aktiviert.
  • Kosten, die nicht in einem Zusammenhang mit einer unternehmerischen Investition stehen (zB Privatanteile als Bestandteil der Investitionskosten).
  • Der Erwerb von Gebäuden, Gebäudeanteilen (zB Geschäftslokalen) und Grundstücken.
  • Der Bau und Ausbau von Wohngebäuden, wenn diese zum Verkauf oder zur Vermietung an Private gedacht sind (touristische Nutzung ist förderbar).
  • Kosten, die aus einem Unternehmenskauf/einer Unternehmensübernahme resultieren (zB Firmenkauf, Übernahme/Ankauf bereits bestehender Investitionen-„Übernahmekosten“).
  • Der Erwerb von Beteiligungen, sonstigen Gesellschaftsanteilen oder Firmenwerten.
  • Finanzanlagen
  • Umsatzsteuer (Ausnahme: keine Vorsteuerabzugsberechtigung)

Grenzen für förderungsfähige Investitionen

Das förderbare Investitionsvolumen muss pro Antrag mind. EUR 5.000 exkl. USt betragen.

Das maximal förderbare Investitionsvolumen ist EUR 50 Mio exkl. USt pro Unternehmen bzw. Konzern, wenn gem. UGB eine Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses besteht.

Förderungsfähige Unternehmen

Förderungsfähig sind Unternehmen iSd § 1 UGB, unabhängig von der Größe und Branche, die über einen Sitz und/oder eine Betriebsstätte in Österreich verfügen.

Von der Förderung ausgenommen sind:

  • Unternehmen, die gemäß dem „Europäischen System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen“ (ESVG 2010) von der Statistik Austria als „Staatliche Einheit“ mit der Kennung S.13 geführt werden. Hiervon sind jene Unternehmen ausgenommen, die im Wettbewerb mit anderen Unternehmen am Markt sind und keine hoheitlichen Aufgaben übernehmen.
  • Unternehmen, wenn gegen sie oder gegen einen geschäftsführenden Gesellschafter zum Zeitpunkt der Antragstellung
    • ein Insolvenzverfahren anhängig ist oder
    • die gesetzlich vorgesehenen Voraussetzungen für die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens auf Antrag der Gläubiger erfüllt werden.
  • Unternehmen, die gegen
    • das Bundesgesetz über die Ein-, Aus- und Durchfuhr von Kriegsmaterial, BGBl. 540/1977 idgF, oder
    • das Sicherheitskontrollgesetz 2013 (SKG 2013) BGBl. I Nr. 42/2013 idgF, oder
    • sonstige österreichische Rechtsvorschriften, deren Verletzung gerichtlich strafbar ist, verstoßen.

Der Förderungswerber hat das Nichtvorliegen dieser Voraussetzungen bei der Antragstellung zu bestätigen.

Abwicklung der Förderung

Antrag

Der Antrag auf Gewährung einer Investitionsprämie ist ab 1. September 2020 bis spätestens 28. Februar 2021 schriftlich über den aws Fördermanager an die AWS zu richten. Die Förderungsprüfung wird im Wege eines automatisierten Antragsverfahrens durchgeführt. Die Förderungsvergabe erfolgt chronologisch entsprechend der Reihenfolge des Eintreffens der vollständigen Förderungsansuchen.

Abrechnung der Zuschüsse

Bei positiver Förderungszusage ist binnen drei Monaten ab Inbetriebnahme und Bezahlung der Unternehmensinvestition eine Endabrechnung online via aws Fördermanager vorzulegen. Korrekturen der erfolgten Abrechnung sind nicht vorgesehen.

Ab einer Zuschusshöhe von EUR 12.000 ist die Abrechnung in Bezug auf die Aktivierung der zur Förderung beantragten Investitionen überdies von einem Wirtschaftsprüfer, Steuerberater oder Bilanzbuchhalter zu bestätigen.

Auszahlung der Förderung

Der Zuschuss wird nach Vorlage der Abrechnung und durchgeführter Prüfung grundsätzlich als Einmalzahlung unmittelbar durch die aws ausbezahlt. Unternehmen mit einem Investitionsvolumen von mehr als EUR 20 Mio können bei Nachweis der Durchführung von zumindest der Hälfte des förderbaren Investitionsvolumens eine Zwischenauszahlung beantragen.

Auflagen und Bedingungen

Die Gewährung der Förderung ist unter anderem davon abhängig zu machen, dass

  • die geförderten Wirtschaftsgüter jeweils mindestens 3 Jahre an einem Standort in Österreich zu belassen sind (Sperrfrist). Sie dürfen in diesem Zeitraum weder verkauft oder sonst für Zwecke außerhalb eines Standortes in Österreich verwendet werden. Die Frist beginnt unmittelbar nach Abschluss der Investition (dh Inbetriebnahme und Bezahlung) der zu fördernden Investition. Ein Ausscheiden der Wirtschaftsgüter aus dem Betriebsvermögen aufgrund eines technischen Gebrechens oder höherer Gewalt ist bei Tätigung einer äquivalenten Ersatzinvestition bei Einhaltung der insgesamten Sperrfrist nicht schädlich.
  • der aws alle Ereignisse, welche die Durchführung von Investitionen verzögern oder unmöglich machen, oder eine Abänderung gegenüber dem Förderungsantrag/-vertrag oder vereinbarten Auflagen und Bedingungen erfordern würde, aus eigener Initiative angezeigt werden und Mitteilungspflichten spätestens bei der Abrechnung nachgekommen wird.
  • alle Bücher und Belege sowie sonstige oben genannten Unterlagen – unter Vorbehalt einer Verlängerung der Aufbewahrungsfrist durch die aws – zehn Jahre nach Ende des Kalenderjahres der letzten Auszahlung, sicher und geordnet aufbewahrt werden, wobei zur Aufbewahrung grundsätzlich auch geeignete Bild- und Datenträger verwendet werden können.
  • über den Anspruch aus einer gewährten Förderung weder durch Abtretung, Anweisung oder Verpfändung noch auf andere Weise verfügt wird.

Auswirkung anderer Förderungsinstrumenten auf die Investitionsprämie

Inanspruchnahme aws Überbrückungsgarantie: Dies Maßnahme aus dem Corona-Hilfs-Paket deckt den unmittelbaren Liquiditätsbedarf durch Garantien. Eine Überschneidung mit der Investitionsprämie ist daher nicht gegeben, da bei der Überbrückungsgarantie keine Investitionen unterstützt werden können.

Inanspruchnahme von (geförderten) Krediten: Eine bereits bestehende Finanzierungszusage ist kein Hinderungsgrund. Sofern keine ersten Maßnahmen iVm den zugesagten Krediten vor dem 01.08.2020 erfolgt sind, können auch ERP-Kredite und Garantiezusagen für die Neuinvestitionen genutzt werden.

Inanspruchnahme von Umweltförderungen: Vergangene, gegenwärtige und zukünftige Zusagen für Förderungen im Bereich des Umwelt-, Klima, Strahlen-, Natur- und Ressourcenschutz und der Kreislaufwirtschaft haben keine Auswirkung auf die Investitionsprämie.

Inanspruchnahme von europäischen und nationalen Förderungsinstrumenten: Die Investitionsprämie wird als „Allgemeine Maßnahme“ abgewickelt, ist nicht selektiv und fällt somit nicht in den Anwendungsbereich des EU-Beihilfenrechts. Daraus folgt, dass Kombinationen mit anderen Förderungsinstrumenten zulässig sind und nicht als Kumulierung im Sinne des Beihilfenrechts zu sehen sind.

Zur vollständigen Richtlinie gelangen Sie hier. Und den aws Fragenkatalog lesen Sie hier.

Bei Fragen zur COVID-19 Investitionsprämie kontaktieren Sie uns dazu bitte telefonisch unter +43 4352 2848-0.

Covid-19 und Erleichterungen bei Steuern und Abgaben

Die im Zusammenhang mit der Corona-Krise erlassenen Sonderregelungen können wie folgt zusammengefasst werden:

  • Herabsetzung der Einkommen-/ Körperschaftsteuerzahlungen bis auf Null. Sollte es bei der Veranlagung 2020 zu einer Nachzahlung kommen, hat das Finanzamt von einer Festsetzung von Anspruchszinsen Abstand zu nehmen. Der Antrag erfolgt über FinanzOnline.
  • Zahlungserleichterungen: Fällige Abgaben können gestundet werden. Auf Antrag werden keine Stundungszinsen vorgeschrieben. Die Abgaben (Lohnabgaben, Umsatzsteuer etc.) müssen aber nach wie vor fristgerecht gemeldet werden. Nach 15.3.2020 bewilligte Stundungen mit Enddatum 1.10.2020 werden automatisch bis 15.1.2021 verlängert. Für diesen Zeitraum werden auch keine Stundungszinsen angesetzt. Alternativ kann auch eine Ratenzahlung vereinbart werden.
  • Nichtfestsetzung von bereits festgesetzten Säumniszuschlägen (15.3.-31.10.2020) und Verspätungszuschlägen (für Fristversäumnis vor dem 1.9.2020).
  • Bereits festgesetzte Säumniszuschläge werden auf Antrag wieder gutgeschrieben.
  • Keine Gebühren und Bundesverwaltungsabgabe für die Beantragung von Unterstützungsleistungen, keine Rechtsgeschäftsgebühren für Rechtsgeschäfte, die zur Durchführung der Maßnahmen im Zusammenhang mit der Bewältigung der COVID-19-Krisensituation notwendig sind (bis 31.12.2020).
  • Sozialversicherungsbeiträge im Bereich des ASVG: Beitragszeiträume Februar bis April 2020 sind bis spätestens 15.1.2021 zu überweisen. Es fallen keine Verzugszinsen an. Bei coronabedingten Liquiditätsproblemen besteht weiters die Möglichkeit, die offenen Beiträge über Antrag (ab Jänner 2021) auf elf Raten beginnend mit Februar 2021 aufzuteilen. Für Beitragszeiträume Mai bis Dezember 2020 sieht das Gesetz auf Antrag die Möglichkeit von Stundungen bis zu 3 Monate und Ratenzahlungen bis längstens Dezember 2021 vor. Sozialversicherungsbeiträge für Mitarbeiter in Kurzarbeit, Risikofreistellung oder Absonderung sind davon ausgenommen.
  • Erleichterungen durch die SVS: bis auf weiteres Aussetzung aller Mahnungen und Abstandnahme von Anträgen auf Exekutions- oder Insolvenzverfahren; Verzugszinsenfreie Beitragsstundungen, Ratenzahlungsvereinbarungen und Herabsetzungen der vorläufigen Beitragsgrundlage mittels Online Formular möglich.

Voraussetzung für diese Erleichterungen ist, dass der Steuerpflichtige glaubhaft machen kann, konkret von einem Liquiditätsengpass in Folge der Corona-Krise betroffen zu sein. Das Finanzamt geht bei der Antragstellung davon aus, dass diese Voraussetzung vorliegt.

Sehr gerne unterstützen wir Sie dabei! Bitte kontaktieren Sie uns telefonisch unter+43 4352 2848-0.

Konjunkturstärkung durch Steuern

Das Konjunkturstärkungsgesetz 2020 („KonStG 2020“) enthält unter anderem weitere Erleichterungen für Unternehmen, wie beispielsweise:

  • Degressive Afa und beschleunigte Afa bei Gebäuden im Betriebs- und Privatvermögen
  • Verlustrücktrag
  • Senkung Eingangssteuersatz ab der Veranlagung 2020 auf 20 %
  • Umsatzsteuersenkung auf 5 % für Gastronomie, Kultur und Publikationsbereich
  • Großzügige Gastgewerbepauschalierung ab der Veranlagung 2020: Umsatzgrenze wird auf € 400.000,–, die Grundpauschale auf 15 %, die Mobilitätspauschale in Abhängigkeit der Gemeindegröße auf bis zu 6 % erhöht und es ändern sich die anzuwendenden Mindest- und Höchstbeträge für alle Pauschalbeträge.
  • Erhöhung Steuerfreiheit für Essensgutscheine ab 1.7.20 von € 4,40 auf € 8,00 und von € 1,10 auf € 2,00
  • 75 %ige Absetzbarkeit von Geschäftsessen von 1.7. bis 31.12.20
  • Abschaffung der Schaumweinsteuer ab 1.7.20
  • Steuer- und Lohnnebenkostenfreie Corona-Bonuszahlungen im Kalenderjahr 2020 bis zu € 3.000,–
  • Pendlerpauschale trotz Home-Office, Weitergewährung von steuerfreien Zuschlägen und Zulagen für Lohnzahlungszeiträume, die vor 1.1.2021 enden

Sehr gerne unterstützen wir Sie dabei! Bitte kontaktieren Sie uns telefonisch unter+43 4352 2848-0.

Fristverlängerung für Jahresabschlüsse

Eine weitere Erleichterung für Unternehmer und Gesellschaften betrifft das Aufstellen und die Einreichung der Jahresabschlüsse (für Bilanzstichtag zwischen 1.10.2019 und 31.7.2020), sowie die Abgabe der Steuererklärungen:

  • Die gesetzliche Frist für die Aufstellung des Jahresabschlusses von 5 Monaten kann um bis zu 4 Monate überschritten werden, wenn dem Vertretungsorgan die fristgerechte Aufstellung nicht möglich ist. Beispiel: Die Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2019 kann bis zum 30. September 2020 erfolgen.
  • Die Frist für die Abhaltung der ordentlichen Hauptversammlung bzw. Generalversammlung wurde auf 12 Monate erstreckt. Beispiel: Die Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2019 und andere jährlich zu fassende Beschlüsse (zB Entlastung, Gewinnverwendung) können bis 31. Dezember 2020 erfolgen.
  • Die Frist für die Offenlegung des Jahresabschlusses mit einem Bilanzstichtag zwischen 16.10.2019 und 31.7.2020 wird auf 12 Monate ausgedehnt. Beispiel: Die Einreichung des Jahresabschlusses zum 31.12.2019 kann bis 31.12.2020 erfolgen.

Sehr gerne unterstützen wir Sie dabei! Bitte kontaktieren Sie uns telefonisch unter+43 4352 2848-0.

2. Lockdown: Umsatzersatz für betroffene Branchen

Aufgrund der steigenden Infektionszahlen in Europa und Österreich treten mit 3.11.2020 neue Einschränkungen des öffentlichen Lebens und der Wirtschaft in Kraft. Betriebe, die von der angeordneten Schließung betroffen sind, wird 80 % ihres Umsatzes in diesem Zeitraum ersetzt werden.

Um diesen Umsatzersatz möglichst rasch zu ermöglichen, wird dieser anhand der Steuerdaten, die der Finanzverwaltung vorliegen, automatisch berechnet. Die Beantragung erfolgt über FinanzOnline. Der Unternehmer bzw. die Unternehmerin kann den Umsatzersatz selbst beantragen oder dies von einem Steuerberater/ Wirtschaftsprüfer/ Bilanzbuchhalter erledigen lassen. Der maximale Auszahlungsbetrag pro Unternehmen ist gemäß Genehmigung der EU-Kommission mit 800.000 Euro gedeckelt, wobei bestimmte Corona-Hilfen gegengerechnet werden müssen (aktuell 100 % garantierte Kredite und Landesförderungen sowie NPO-Fonds). Der Fixkostenzuschuss Phase 1 wird nicht gegengerechnet. Der Antrag kann bis zum 15.12.2020 gestellt werden.

Eine Richtlinie dazu wurden bereits veröffentlicht (diese finden Sie hier).

Erweiterter Lockdown Umsatzersatz – Beantragung ab 23.11. (Nachmittag) möglich

Unternehmen, die vom erweiterten Lockdown betroffenen sind, können ab 23.11.2020 Nachmittag den Umsatzersatz beantragen:

Dienstleister erhalten für den Zeitraum der behördlich angeordneten Schließung 80 % ihres Vorjahresumsatzes ersetzt, Handelsbetriebe hingegen zwischen 20 % und 60 %.

Beispielsweise erhält ein Blumengeschäft, das während des Lockdowns viele Waren aufgrund der Verderblichkeit entsorgen muss, 60 % Umsatzersatz. Ebenso Geschäfte, die Schuhe und Lederwaren oder Bekleidung verkaufen. Unternehmen aus den Branchen Metallwaren und Baubedarf, Sportgeräte oder Vorhänge, Teppiche und Tapeten erhalten 40 % Umsatzersatz. Den niedrigsten Wert erhält mit 20 % ein Unternehmen, das Möbel und Einrichtungsgegenstände oder Unterhaltungselektronik verkauft oder im Fahrzeughandel tätig ist.

Eckpunkte des erweiterten Umsatzersatzes:

  • Der erweiterte Umsatzersatz kann bis max. € 800.000,– über Finanzonline beantragt werden.
  • Aufrechte Haftungen im Ausmaß von 100 % für Kredite zur Bewältigung der COVID-19 Krise (von aws oder ÖHT übernommen) sind im Antrag anzuführen und werden gegengerechnet.
  • Der Fixkostenzuschuss Phase 1 wird nicht gegengerechnet, kann aber nicht für denselben Zeitraum wie der Umsatzersatz beantragt werden.
  • Als Bemessungsgrundlage für die Berechnung des Umsatzersatzes wird der November 2019 herangezogen.
  • Für Neugründer gilt:
    Die Umsatzsteuervoranmeldung aus dem Jahr 2020 wird durch die Anzahl der bestehenden Monate seit der Gründung dividiert.
  • Achtung Arbeitsplatzgarantie! Unternehmen, die den Umsatzersatz beantragen, dürfen zwischen 3.11. bis 6.12.2020 bzw. 17.11. bis 6.12.2020 keine Kündigung gegenüber Beschäftigten aussprechen.
  • Zustellung und Online-Verkauf: Keine Auswirkungen hat es, wenn behördlich geschlossene Handelsunternehmen Waren weiterhin zustellen bzw. online verkaufen.
  • Gute Nachrichten, für alle, die bereits einen Antrag gestellt haben: Bei allen bisherigen Antragstellern wird der Umsatzersatz bis zum 6.12. erhöht. Bei Unternehmern die ihren Antrag auf Umsatzersatz bereits genehmigt bekommen haben, wird der zusätzliche Betrag für Dezember auf das von ihnen im Antrag angegebene Konto automatisch überwiesen. Es muss kein erneuter Antrag gestellt werden. Nur wenn durch den erweiterten Lockdown ein höherer Umsatzersatz zusteht, muss ein neuer Antrag eingebracht werden.

Weiter Informationen dazu finden Sie hier.

Erneute Verlängerung des Umsatzersatz ab 7.12.2020

Unternehmen, die ab 7.12. weiterhin vom Betretungsverbot betroffen sind, können einen weiteren Umsatzersatz ab 16.12.2020 bis 15.1.2021 über Finanzonline beantragen. Der Betrachtungszeitraum für den Dezember Umsatzersatz ist der Zeitraum vom 7.12.2020 bis zum 31.12.2020. Auch wenn bereits für November ein Antrag gestellt wurde, ist der Dezember Umsatzersatz neu zu beantragen. Der Lockdown-Umsatzersatz für Dezember ist geringer als die Unterstützungsleistung für November: Ab 7.12. bis 31.12.20 werden 50 % des Dezember-Vorjahresumsatzes ersetzt. Wie bisher beträgt der Höchstbetrag € 800.000 pro Unternehmen, wobei bestimmte Covid-19-Förderungen gegenzurechnen sind. Diese sind beispielsweise Covid 19 Kredithaftungen im Ausmaß von 100%, Fixkostenzuschuss II 800.000, Lockdown-Umsatzersatz für November, Covid-19 Zuwendungen von Bundesländer, Gemeinden und der regionalen Wirtschaft- und Tourismusfonds. Bitte beachten Sie, dass im Betrachtungszeitraum eine Arbeitsplatzgarantie gilt und keine Kündigungen gegenüber Mitarbeitern ausgesprochen werden dürfen.

Die 3. Verordnung zum Lockdown-Umsatzersatz finden Sie hier.

Weitere Unterstützungen

Unternehmen, die nicht direkt vom Lockdown betroffen sind, aber dennoch aufgrund des Corona-Virus deutliche Umsatzeinbußen zu verzeichnen haben, können weiterhin den Fixkostenzuschuss beantragen. Auch eine Kombination von Umsatzersatz und Fixkostenzuschuss (für unterschiedliche Zeiträume) soll für betroffene Unternehmen möglich sein.

Sehr gerne unterstützen wir Sie dabei! Bitte kontaktieren Sie uns telefonisch unter+43 4352 2848-0.